In Anlehnung an die bioenergetische Analyse wird angenommen, dass eine
spezifische Energie (Lebensenergie) im menschlichen Körper wirksam ist
und bei allen Lebensprozessen (insbesondere Bewegungen, Fühlen, Denken)
mitwirkt. Durch die Untrennbarkeit von Denken, Fühlen und Handeln und
den energetischen Prozessen bewirkt die Veränderung eines Aspekts Veränderungen
auch der anderen Bereiche. So führt z.B. der Widerspruch von Wünschen
und gesellschaftlichen Normen in der Entwicklung des Menschen zu bestimmten
Haltungen, Bewegungen und Verspannungen, die auch mit der Bindung der
o.g. Energie zu tun haben. Diese Spannungen, die sich in chronisch angespannten
und verkrampfter Muskulutar manifestieren, können durch spezifische
Techniken gelöst werden, so dass die Energie wieder fließen kann.
Gemäß der energetischen Konzeption fließt die Energie ständig durch
den Körper. Dieser ist in der Lage, die Ladung in unterschiedlicher
Quantität aufzunehmen und abzugeben. Da der Körper biologisch nach einem
Gleichgewicht strebt, müssen sich Auf- und Entladung entsprechen.
Das Aufnehmen und Abgeben von Energie kann auf unterschiedliche Art
und Weise erfolgen: - über die Atmung - über körperliche Kontaktpunkte
(insbesondere Füße/Beine, Hände/Arme, Augen/Mund und Becken).
1.) Das Grounding-Prinzip Im Grounding wird bewußt Kontakt zur Erde
hergestellt. Mit dem Erden“ wird angestrebt, Kontakt zu sich selbst
herzustellen, seine eigene Standfestigkeit und Balance zu erleben und
sich basal verbunden zu fühlen mit der Welt. Dabei kann deutlich werden,
wie ich in der Welt stehe. Der eigene Energiefluß kann gespürt werden,
überschüssige Energie und Spannung kann nach unten abgegeben werden.
2) Das Vitalitätsprinzip Kann der Energiefluß toleriert werden, so
entsteht eine hohe leibliche Vitalität. Der biologische Rhythmus, d.h.
die grundlegende Motolität des Körpers wird als Basis aller leiblichen
Bewegungen sicht- und spürbar.
Literatur Lowen, A. (1979): Bio-Energetik. Therapie der Seele durch
Arbeit mit dem Körper. Rowohlt_ Reinbek